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Kläranlage
Foto: BMLFUW/UBA/Gröger

Kommunale Klärschlämme - Abfallqualitäten

Definition und Herkunft

Klärschlamm ist ein Gemisch aus Wasser und Feststoffen, das durch die Reinigung von Abwässern entsteht. Kommunale Klärschlämme entstehen in Abwasserreinigungsanlagen, Fäkalschlämme in privaten Kleinklär- und Sammelanlagen.

 

  
Zusammensetzung

Klär- und Fäkalschlämme bestehen aus einer Mischung von aus dem Abwasser entnommenen festen Inhaltsstoffen (Primärschlamm) und dem bei der mikrobiellen Abwasserreinigung entstandenen Bakterienschlamm (Überschussschlamm), welcher in der Regel einer anaeroben Behandlung mit nachfolgender Eindickung, Entwässerung und Trocknung unterzogen wird.

Klärschlämme beinhalten Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Schwefel oder Kalk. Andererseits können Klärschlämme mit schwer biologisch abbaubaren organischen Substanzen, mit hohen Konzentrationen an Schwermetallen, mit  pathogenen Organismen - wie etwa Viren und Bakterien – sowie mit hormonell wirksamen Substanzen belastet sein. 

Aktuelle Abfallanalysen

Analysen der jeweiligen Klärschlämme werden regelmäßig in jeder Abwasserreinigungsanlage durchgeführt; die Zusammensetzung der Schlämme ist abhängig von der Herkunft und der Zusammensetzung des Abwassers sowie von den eingesetzten Aufbereitungsmethoden bzw. Zusatzstoffen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft wurde eine Studie zur dezentralen Klärschlammverbrennung Studie zur dezentralen Klärschlammverbrennung beauftragt, in deren Rahmen die Zusammensetzung von kommunalen Klärschlämmen ausgewertet wurde.
 
Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2006 befasst sich mit diesem Thema auch auf folgenden Seiten: 
"Klärschlamm"
"Richtlinien, Verordnungen und sonstige Regelungen"

 

27.06.2006, Lebensministerium VI/3