Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen - Abfallqualitäten
Definition und Herkunft
„Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen“ setzen sich aus den Fraktionen Restmüll, Sperrmüll, Altstoffe (Papier, Glas, Metall, Kunststoff, Textilien u.a.), biogene Abfälle und Problemstoffe zusammen und entsprechen im Wesentlichen dem Begriff „Siedlungsabfälle“ gem. § 2 Abs. 4 Z 2 AWG 2002.
Diese stammen aus Haushalten, aus Verwaltungseinrichtungen des Gewerbes, der Industrie und der öffentlichen Verwaltung, aus Kindergärten, aus Schulen, aus Krankenhäusern, aus dem Kleingewerbe, aus der Landwirtschaft, von Märkten und von sonstigen Anfallstellen, sofern diese an die kommunale Müllabfuhr angeschlossen sind.
Zusammensetzung
Auf Basis einer bundesweiten Analyse des Restmülls für den Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2001, der in den letzten Jahren von einzelnen Bundesländern durchgeführten Analysen und des Wissensstandes über die im Jahr 2004 getrennt gesammelten Fraktionen wurde die Zusammensetzung von Abfällen aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen neu berechnet.
Tabelle: Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen im Jahr 2004, Teilfraktionen
| Teilfraktionen | Masse in % |
| Biogene Abfälle | 31 |
| Papier, Pappe und Kartonagen | 22 |
| Leichtfraktion | 11 |
| Glas | 8 |
| Sperrmüll | 7 |
| Metalle | 5 |
| Holz | 4 |
| Hygienewaren | 4 |
| Textilien | 3 |
| Problemstoffe | 2 |
| Sonstige Abfälle | 2 |
| Sonstige Altstoffe | 1 |
Entscheidend für die Zusammensetzung der Abfälle sind die Siedlungsstruktur, der Gartenanteil, die vorherrschenden Energieträger zur Raumbeheizung, die Bevölkerungsdichte demografische Entwicklung (wirtschaftliche und soziale Faktoren), das Kaufverhalten, die Teilnahme der Bevölkerung an getrennten Sammlungen, der Tourismus, die Jahreszeiten u. a.
Aktuelle Abfallanalysen
27.04.2006, Lebensministerium VI/3

