Sanierungszielstudie
Nutzungsbezogene Bewertung von Altlasten und kontaminierten Standorten - Handlungsempfehlungen für die Ableitung standortspezifischer Sanierungsziele unter Berücksichtigung der derzeitigen bzw. geplanten Nutzung
Im Rahmen einer vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft initiierten Studie wird ein naturwissenschaftlich-technischer Handlungsrahmen zur Bestimmung von Sanierungszielen erarbeitet, der u. a. die jeweilige Nutzungsart eines Standortes berücksichtigt.
Anlass der Studie ist das geplante Verfahrensgesetz zur Altlastensanierung in Österreich. Im Rahmen dieser ALSAG Novelle soll u. a. eine rechtliche Grundlage für eine differenziertere Ableitung von Sanierungszielen bei der Altlastenbehandlung geschaffen werden („Schutzprinzip“ in Ergänzung zum „Vorsorgeprinzip“), die den spezifischen Rahmenbedingungen des Altlastenmanagements (Kontamination von Böden und Grundwässern ist bereits vorhanden) effizient Rechnung trägt. Konkret wird bei der Ableitung standortspezifischer Sanierungsziele hinkünftig auch die jeweilige Standortnutzung Berücksichtigung finden. Damit verbunden ist eine verstärkte Anwendung ressourcenschonender (in-situ) Technologien und der optimierte Einsatz der für die Altlastenbehandlung zur Verfügung stehenden Mittel.
Für einen effizienten Einsatz der für die Altlastensanierung in Österreich zur Verfügung stehenden Mittel ist es aus Sicht der Experten erforderlich, vom Konzept der Totalsanierung zu einer differenzierten, nutzungsorientierten Festlegung von Sanierungszielen zu gelangen. Als umweltrelevante Grundlagen wird auf die österreichische Strategie zur nachhaltigen Entwicklung sowie die ÖNORM S 2088-2, der ein nutzungsorientierte Ansatz zugrunde liegt, hingewiesen.
Auf Basis der erarbeiteten Studienergebnisse wird in einem nachfolgenden Bund/Länder-Arbeitskreis die konkrete Umsetzung der Studienempfehlungen diskutiert.
17.02.2006, Lebensministerium VI/3

