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Deponie
Foto: Dr. T. Werner

Deponien

Die DeponieverordnungDeponieverordnung unterscheidet folgende Deponietypen:

    
   

   
 
 
  • Massenabfall

  • Reststoff

  • Baurestmassen

  • Bodenaushub
Die vier Klassifizierungen unterscheiden sich hinsichtlich der technischen Anforderungen an die jeweiligen Bauwerke und der Qualität der Abfälle, die abgelagert werden dürfen.

Die Betreiber dieser Anlagen sind verpflichtet, Aufzeichnungen über abgelagerte Abfallmassen zu führen und diese Daten dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft jährlich zu melden.

Die Meldungen der Anlagenbetreiber ergaben für das Jahr 2004 eine deponierte Menge von rund 9,7 Millionen Tonnen auf 494 Deponien. Gegenüber den Meldungen aus dem Vorjahr ergibt sich eine Verringerung um rd. 8 %. Die größte Massenverringerung ist bei der Schlüsselnummer 91101 „Siedlungsabfälle und ähnliche Gewerbeabfälle“ zu verzeichnen. Im Jahr 2003 wurden rd. 1,8 Millionen Tonnen inkl. Altlastenmaterial abgelagert, 2004 waren es rd. 283.000 Tonnen. Hier zeigt sich, dass die Deponieverordnung bereits sehr erfolgreich umgesetzt wurde.

Abbildung:  Abgelagerte Massen 1998 – 2004
Tabelle Deponien
Foto: BMLFUW

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
Datengrundlage: Umweltbundesamt - Deponiedatenbank (April 2006)

  
    
Das Schwergewicht der Ablagerung liegt bei den „Abfällen mineralischen Ursprungs“ – Abfallgruppe 31 der ÖNORM S 2100. Im Jahr 2004 wurden rd. 8,6 Millionen Tonnen dieser Abfallgruppe abgelagert.

Tabelle: wesentliche deponierte Massen nach Abfallart im Jahr 2004

 Größte gemeldete Ablagerungen nach Abfallarten  abgelagerte
Masse 2004
in Tonnen
 
Anteil  an
der gesamt
abgelagerten
Masse in %
 
 Nicht gefährliche bzw. ausgestufte Aushubmaterialien
 
6.645.000 
 
68,9 
 
 Mineralischer Bauschutt (keine Baustellenabfälle)
 
649.000 
 
6,7 
 
 Unbehandelter Restmüll u. Sperrmüll (Sperrmüll rd. 81.000 t) 
364.000  
 
3,8 
 
 Schlacken und Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen 
360.000 
 
3,7 
 
 Rückstände aus der mechanischen und biologischen 
 Behandlung und vorbehandelter Restmüll 
170.000 
 
1,8 
 
 Betonabbruch  
163.000 
 
1,7 
 
 Gesamt (gerundet)
 
8,4 Mio 
 
87 
 
Datengrundlage: Umweltbundesamt Deponiedatenbank (Datenstand April 2006)
 
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in Betrieb befindlichen Deponien, die Anzahl nach Deponientypen, die auf ihnen abgelagerten Massen und das gemeldete freie Deponievolumen im Jahr 2004.  

Tabelle: Deponiebetreibermeldungen 2004 nach Deponietypen gemäß Deponieverordnung
Gemeldeter Betrieb, Meldungen über keine Ablagerungen, gemeldete Ablagerungen und gemeldetes freies Deponievolumen im Jahr 2004

 

 Deponietypen   Anzahl der in Betrieb befindlichen Deponien   Anzahl der Deponien mit gemeldeten Ablagerungen im Jahr 2004   Gemeldete abgelagerte Masse 2004 in Mio Tonnen   Anzahl der Deponien mit Meldungen über freies Deponievolumen in Mio m³   Freies Deponievolumen 2004 in Mio m³ 
 Massenabfall   58   49   1,62   55   23,7 
 Reststoff   30   23   0,74   23   9,2 
 Baurestmassen   124   90   2,4   92   16,7 
 Bodenaushub   454   332   4,9   307   32,5 
 Gesamt   666   494   9,7   477   82,5 

Datengrundlage: Umweltbundesamt Deponiedatenbank (Datenstand April 2006)
 
Aus der folgenden Abbildung sind die Standorte der Reststoff- und Massenabfalldeponien zu erkennen. Dabei wurden an 9 Standorten beide Deponietypen realisiert.


Abbildung: Massenabfall- und Reststoffdeponien 2006

Abbildung: Massenabfall- und Reststoffdeponien 2006
Foto: BMLFUW

 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2006 befasst sich mit diesem Thema auch auf folgenden Seiten:
"Deponierung"
"Verordnungen zum AWG 2002"
"Deponiekontrollen"
"Richtlinien, Verordnungen und sonstige Regelungen"
 

 

08.04.2009, Lebensministerium VI/3