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Batterien
Foto: BMLFUW

Aufbereitungsanlagen für spezielle Abfälle

Derzeit stehen zahlreiche Anlagen für die Aufbereitung von speziellen, zum Teil gefährlichen Abfällen mit einer Kapazität von über einer Million Tonnen zur Verfügung. Die dabei gewonnenen Materialien werden zum überwiegenden Teil der Verwertung zugeführt.

   
   
 
 
  
In diesen Anlagen können folgende Abfälle eingesetzt werden:

Gefährliches Aushubmaterial wird in Abhängigkeit vom Verunreinigungsgrad in stationären oder mobilen Anlagen biotechnisch, chemisch-physikalisch oder in geringem Ausmaß auch thermisch behandelt.

Für die Behandlung von verunreinigten Böden stehen derzeit 25 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund einer Million Tonnen zu Verfügung. Dabei handelt es sich vorwiegend um stationäre biotechnische Behandlungsanlagen sowie um mobile Bodenluft-Absaugungsanlagen.

Weiters können verunreinigte Böden in den Drehrohröfen der Fernwärme Wien GmbH – Werk Simmeringer Haide thermisch behandelt werden.
Gemäß Angaben aus dem Abfalldatenverbund zeigt sich jedoch, dass dieser Entsorgungsweg kaum in Anspruch genommen wurde.

Elektrische und elektronische Altgeräte: alle Gerätegruppen: z.B. Bildschirme, Computer, Fernsehgeräte, Radiogeräte, Leiterplatten, Kühlschränke und Kühlaggregate, Leuchtstoffröhren können in 31 Demontageanlagen aufgearbeitet werden.

Dabei handelt es sich vorwiegend um Anlagen, in denen die Altgeräte manuell mit Hilfe von Kleinwerkzeugen sowie Trennanlagen in einzelne verwertbare Fraktionen zerlegt werden. Insgesamt kann die Behandlungskapazität derzeit mit rund 35.000 Tonnen angegeben werden.

  • Bildschirme können in sieben Anlagen mit einer Mindestkapazität von rd. 22.000 Tonnen aufbereitet werden.

  • Kühlschränke und Kühlaggregate können in sieben stationären und mobilen Aufarbeitungsanlagen teilweise oder vollständig behandelt werden. Die Kapazität dieser Anlagen beläuft sich auf zumindest 10.400 Tonnen.

  • Stabförmige Leuchtstoffröhren werden in drei Behandlungsanlagen aufgearbeitet, die insgesamt eine Kapazität von rund 1.300 Tonnen aufweisen.

Zink-Kohle-Batterien und Alkali-Mangan-Batterien werden von der Fernwärme Wien am Standort Simmeringer Haide übernommen. Die thermische Behandlungsanlage verfügt über eine Kapazität von 3.000 Tonnen.

Fette und Frittieröle werden in 16 Anlagen mit rund 100.000 Tonnen Jahreskapazität aufgearbeitet. Ein Teil wird in Verseifungsanlagen zu Schmierseife verarbeitet. Ein Teil des Altfettes wird zur Biodieselherstellung und zur Vergärung zu Biogas eingesetzt, ein geringer Anteil der gesammelten Masse wird zu Futtermitteln aufgearbeitet und ins Ausland verbracht.

Die Aufarbeitung von Kunststoffabfällen (z.B. Polystyrol und Polystyrolschäume, PVC-Abfälle) und von Gummiabfällen erfolgt in neun Verwertungsanlagen mit einer Jahreskapazität von über 35.000 Tonnen.

Asbestabfälle und -stäube werden von 14 Asbest-Sanierungsunternehmen entsorgt. Nach Verpackung und / oder Immobilisierung werden diese zumeist deponiert.

Für die Aufarbeitung von Bleiakkumulatoren, Akkusäuren, zink- und bleihaltigen Stäuben, Aschen und Krätzen, Säuren und Säuregemischen stehen zwei Anlagen in Arnoldstein (Kärnten) zur Verfügung. 

Metallsalzhaltige Konzentrate und Lösemittel werden in Brückl (Kärnten) und in Inzing (Tirol) aufgearbeitet.

Zahlreiche Anlagen stehen für die Behandlung von nickelhaltigen Katalysatoren, Altfilmen, Werkstättenabfällen und Amalgamschlamm zur Verfügung.

Altfahrzeuge werden überwiegend von KFZ-Reparaturwerkstätten, KFZ-Händlern sowie von Altauto- und Altmetallverwertern übernommen. Für die Entfrachtung stehen insgesamt mehrere hundert Betriebe zur Verfügung. Die weitere Verarbeitung erfolgt in sechs Shredderbetrieben.
 
 
Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2006 befasst sich mit dem Thema "Elektro- und Elektronikaltgeräte" auch auf folgenden Seiten: 
Elektro- und Elektronikaltgeräte“  
"Verordnungen zum AWG 2002“ 
"Richtlinien, Verordnungen und sonstige Regelungen
Elektroaltgeräte“ 
Kühlgeräte“ 
Lampen“  
 

12.07.2006, Lebensministerium VI/3