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Strategien zur Abfallvermeidung und -verwertung

Kern einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist die Steigerung der Ökoeffizienz, wobei der Erhöhung der Materialeffizienz eine vorrangige Bedeutung zukommt und für die Abfallwirtschaft maßgebend ist. Daraus lässt sich ableiten, dass sowohl die Abfallvermeidung als auch die Abfallverwertung für die nachhaltige Entwicklung in der Regel hohe Priorität verdient.

Diese grundsätzliche Regel bedarf allerdings einer Überprüfung im Einzelfall, um die optimale Lösung von Verwertung oder umweltgerechter Entsorgung zu finden, da auch Verwertungsprozesse zum Teil mit beträchtlichen Umweltbelastungen verbunden sein können.

Gemäß den Theorien des liberalisierten Marktes sollte sich ein nachhaltiges, ökologisches Wirtschaftssystem mit minimalem Abfallaufkommen und optimaler Abfallverwertung ganz von selbst einstellen, wenn die sozialen Kosten, die Umweltkosten und die Folgekosten für künftige Generationen in vollem Umfang in den Produktpreisen enthalten sind und wenn alle Marktteilnehmer darüber umfassend informiert sind.

Jedoch scheint eine Internalisierung der gesamten sozialen und Umweltkosten nicht möglich. Zusätzlich gilt es an vielen Stellen Informationsdefizite abzuarbeiten.
 
Daher müssen von öffentlicher Seite - unter Mitarbeit von Wirtschaft und Konsumenten – im Rahmen einer mittel- bis langfristigen Strategie, gezielte Maßnahmen zur Abfallvermeidung und  verwertung ergriffen werden.
 
In den nachfolgenden Abschnitten werden die Grundlagen und Elemente der für den Zeitraum 2006-2011 geplanten Abfallvermeidungs- und –verwertungsstrategie vorgestellt:

28.06.2006, Lebensministerium VI/3